Samstag, 18. April 2009

Über Geschmackssachen, schöne Träume und Meridiane

Seit ich wegen meiner chronischen Zipperlein in heilpraktischer Behandlung bin, dort viel Geld lasse und aus eben diesem Grunde diese Sache sehr ernst nehme, befinde ich mich in einem Stadium der Selbstwahrnehmung, das mir wohl noch nie aufmerksamer innewohnte.

So überkam mich heute die Erkenntnis, daß sich mein kulinarischer Geschmackssinn in den letzten Jahren umfassend verändert hat.
Dinge, die ich vormals nicht mal riechen konnte, esse und trinke ich heute gern.
Zum Beispiel Ingwer, grüne Oliven, Grüntee, Kokos, Kürbis, Kaffee.

An andere Sachen wiederum komme ich heute nicht mehr ran: Geleebananen, Schokolinsen, Leberwurst, Früchtetee, Wiener Würstchen, Rucolasalat, Quark pur, Bier.

Man sagt, der Geschmack verändere sich alle...sieben?...Jahre.
Mag vielleicht hinkommen, ich weiß es nicht.

Eine zweite Sache, die mich beschäftigt, sind die Träume.
Meine Heilpraktikerin sagt, ich solle meine Träume aufschreiben.

Träume sind gefährlich.
Sie können auch aus dem Ruder laufen.
Sie sind bei mir aus dem Ruder gelaufen.
Viele Jahre lang.

Damit räume ich auf.

Die dritte Sache: Erkenntnis.
Da ich nun zweimal in der Woche akupunktiert werde und Akupunktur ohne die im Körper verlaufenden Meridiane nicht funktionieren würde, belese ich mich also Akupunktur, Meridiane und Heilpraktik betreffend.

An der Wand der Liege, auf der ich akupunktiert werde, hängen 2 Plakate mit Erklärungen über die Körpermeridiane.
Dort sah ich vor 2 Tagen, daß die Nadeln bei mir auch entlang des "Lebermeridians" gesetzt wurden. Ich habe aber nicht weiter nachgefragt, sondern wollte es selbst herausfinden.

Und hier fand ich heute morgen die Erklärung:

"In alten Texten wird die Leber-Energie gerne mit einem General verglichen. Er hält mit klarem Blick die Innere Ordnung von Körper und Seele aufrecht und befähigt uns, zu planen und klar zu sehen, wohin wir wollen.
Nach traditionellen Vorstellungen ermöglicht die Seele die Verbindung mit dem Universellen oder Göttlichen und ist ein wesentlicher Träger spirituellen Wachstums. Die Leber-Energie spielt in diesem Zusammenhang eine Wichtige Rolle. Die Seele steht auch in Verbindung mit Phantasie und Vorstellungskraft und ist eine der Wurzeln unserer Kreativität. Träume und Emotionen, die die Verbindung zum „Unterbewussten“ herstellen, haben ihren Ursprung in ihr. Die Kraft der Vision, die Fähigkeit, etwas Zukünftiges zu erträumen, wie auch unsere Träume im Schlaf sind Ausdruck dieses Aspektes der Leber."


Ich bin gerade ungeheuer fasziniert von alldem, erschrocken über Realitäten, Erkenntnisse und Scham über gemachte Fehler und es wird sicher noch eine ganze Weile damit weitergehen.

Kommentare:

Ex hat gesagt…

Ich hatte mal das Vergnügen in Peking von einem richtig guten chinesischen Arzt in TCM behandelt zu werden. Und obwohl ich wie bescheuert in Deutschland und England danach suchte, selbst die chinesichen Ärzte, die fand, konnten dem nicht das Wasser reichen. Noch heute träume ich von einem Besuch in seiner Praxis und der darauf folgenden Behandlung, die ein paar meiner Probleme in den Griff bekommen würden.

Lediglich mein erster Schwmerzarzt bekam mit Akkupunktur die Migräne unter Kontrolle - und da lag ich wie Du unter einem Poster mit den Meridianen und dachte bei mir: stimmt, da tun die Nadeln weh ... da läuft der xy Meridian und das ist ein wasuachimmerpunkt!

Übrigens ist das wahrscheinlich die gleiche Wolle, die Du verstrickt hattest fü die Mütze und den Schal! Farblich ziemlich identisch und auch ganz weich anzufassen :) Da beiss ich mich durch, sag ich Dir!

Ivalou hat gesagt…

Ahoi, jetzt schaffe ich auch mal einen Kommentar hier. Akkupunktur ist wirklich total interessant ... und angenehm, der Schmerz, oder?
Was macht das Nähen? Hoffe, wir können bald mal die gemeinsame Nähsession planen? Das wäre doch lustig. Viele liebe Grüße, mim